SPD-Bundestagskandidat Leon Hahn: „Es reicht einfach noch nicht“

Der SPD-Bundestagskandidat und Kreisvorsitzende der Sozialdemokraten am See Leon Hahn ist tief besorgt über den neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC). Dieser hatte erklärt, dass ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf der Erde um 1,5° C bereits in den frühen 2030er Jahren erreicht werde. „Bislang bestand zumindest Hoffnung, dass der Temperaturanstieg um 1,5° C erst Richtung 2052 erreicht werde. Die besorgniserregendsten Szenarien der Klimaforscher werden Realität, nur scheinen noch immer viele Politiker aller Parteien wegschauen zu wollen“.

Der junge SPD-Kandidat hatte sich zuletzt mehrfach auch innerhalb der SPD für konsequentere Maßnahmen zum Klimaschutz eingesetzt und als Bundesparteitagsdelegierter unter anderem eine Initiative der Jusos Baden-Württemberg gemeinsam mit dem bekannten Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker unterstützt, die schärfere Maßnahmen im Kampf für das 1,5° C-Ziel vorsahen. „Deutschland ist Vorreiter und wir können durch Klimaschutz besonders in unserer Region auch wirtschaftlich enorm viel gewinnen. Trotzdem müssen wir ehrlich sagen: Es reicht einfach noch nicht, was die Politik aktuell tut“. Der SPD-Politiker erklärte, im Bundestag mit Nachdruck an schärferen Klimaschutzgesetzen mitarbeiten zu wollen. „Es ist Zeit, Parteipolitik und Einzelinteressen endlich hintenanzustellen. Klimaschutz ist keine taktische Frage, es geht darum, riesiges Leid und eine zerstörte Lebensgrundlage für kommende Generationen abzumildern“, so Leon Hahn weiter. „Die Wetterextreme sind kein Zufall. Ob beim katastrophalen Starkregen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfahlen oder dem ganzen Süden Europas, der in Flammen steht: Der Klimawandel wird bereits heute real“.

Besonders die Bodensee-Region habe das Potenzial, die Voraussetzung für eine klimaschonende Wirtschaft der Zukunft zu entwickeln. „Ob bei nachhaltigem Antrieb, neuen Mobilitätslösungen oder innovativen Konzepten, wie Photovoltaik-Flächen als Hagelschutz über unseren Obstanbau-Flächen: Wir sollten nichts unversucht lassen, um aus dem Klimaschutz eine Chance für unsere Zukunft zu machen. Dafür brauche es aber auch ein Umdenken vor Ort. „Es gibt Zielkonflikte und über diese müssen wir politisch ehrlicher miteinander sprechen. Ein Windrad mag das Landschaftsbild verändern, es steht aber in keinem Verhältnis zu den Folgen des Klimawandels. Unsere Infrastruktur hier auszubauen, ist Voraussetzung dafür, dass klimaschonende Technologien hier entstehen können“, so Leon Hahn weiter. „Es ist höchste Zeit, aber nicht zu spät für wirklichen Klimaschutz. Dafür erwarte ich aber, dass wir alle in der Politik uns an die eigene Nase fassen, alte Denkmuster überwinden und neu denken. Genau das will ich mit junger Kraft im Bundestag tun.“