SPD-Bundestagskandidat Leon Hahn unterwegs in Bermatingen

Der SPD-Bundestagskandidat Leon Hahn war am vergangenen Wochenende zur Ortsbegehung in Bermatingen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat Herbert Grau, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Andreas Kenner und weiteren Interessierten besuchte der SPD-Politiker zunächst den historischen Kehlhof, der seit Jahren leer steht. Der eigentlich Plan der Gemeinde, den Hof zu sanieren, sodass Arztpraxen und dringend benötigte altersgerechte Wohnungen in dem geschichtsträchtigen Gebäude angesiedelt werden könnten, sei laut Ortsvereinsvorsitzendem Kenner wegen des Denkmalschutzes nicht möglich. Es rechne sich für Investoren nicht, wenn viele Elemente des alten Kehlhofes erhalten bleiben müssten. „Wir brauchen einen pragmatischen Denkmalschutz, damit historische Gebäude nicht weiter verfallen, sondern nachhaltig genutzt werden können und dringend benötigter Wohnraum entstehen kann“, fasst Hahn die Situation zusammen. Auch bei vorherigen Ortsbegehungen im Wahlkreis Bodensee sei von fehlendem bezahlbarem Wohnraum berichtet worden, sagte Hahn. Er wolle sich im Bundestag aktiv dafür einsetzten, dass Leerstand bekämpft und neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen werde.

Eine weitere Station der Ortsbegehung waren Sport- und Freizeiteinrichtungen in der Gemeinde. Neben dem 2011 neu gebauten Kindergarten St. Georg besuchte Hahn auch die Sportplätze Bermatingens. Auf einem dieser Sportplätze soll nun weitere bezahlbarer Wohnraum entstehen. Dies sei im Verein zunächst auf Kritik gestoßen, jedoch könne man alle Spiele und Trainingseinheiten auf die verbliebenen Sportplätze aufteilen, so Anja Kutter, die selbst im SV Bermatingen aktiv ist. Beim Vorbeigehen an den gutbesuchten Tennisplätzen und dem Besuch des neuen Vereinsheims stellte Hahn deren Bedeutung noch einmal klar: „Man merkt, wie belebt es hier ist. Für das Zusammenleben in der Gemeinde sind solche Treffpunkte extrem wichtig.“

Im Anschluss zu den Sportstätten beging der SPD-Bundestagskandidat noch das Gelände des ehemaligen Schwimmbades an. Das Schwimmbad sei nicht mehr wirtschaftlich gewesen, die Instandhaltungskosten waren zu hoch, so Gemeinderat Grau. Das bedauerte Hahn, schließlich habe er selbst in diesem Schwimmband das Schwimmen gelernt. „Wir brauchen regionale Schwimmbäder. Unsere Kinder müssen das Schwimmen lernen können und einfachen Zugang zu Schwimmkursen haben“, waren sich alle Beteiligten einig. Eine Anschlussnutzung des Geländes sei noch nicht in Sicht, da sich dort im letzten Jahrhundert eine Mülldeponie befand, von deren Müllrückständen der Boden zunächst befreit werden müsse, informiert Gemeinderat Grau.

Hahn zeigt sich nach der Ortsbegehung sehr zufrieden: „Mir ist es wichtig, Einblicke in die Herausforderungen und Ziele unserer Gemeinden zu erlangen. Genau deshalb ergänze ich meine Bürgermeistergespräche durch Ortsbegehungen. Auch als Bundestagsabgeordneter ist es nämlich möglich, zur Entwicklung unserer Gemeinden aktiv beizutragen.“ Umso mehr, als sich bei den Ortsbegehungen zeige, dass viele Gemeinden mit ähnlichen Problemen konfrontiert seien.

Der junge Bundestagskandidat möchte deshalb wiederkommen und plant einen Bürgerhock. Dieser soll am 14. September um 19 Uhr stattfinden. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.